Organismus Osteopathie

Arbeitsweise:

Die Grundlage der osteopathischen Arbeit ist, wie in der klassischen Medizin, eine präzise Kenntnis von Anatomie und Physiologie. Dr. Still schreibt in seiner Autobiographie:

"Osteopathie ist erstens Anatomie, zweitens Anatomie, und drittens Anatomie!"

 

An den Osteopathischen Colleges absolvieren die Studenten eine mindestens 5-jährige medizinische Ausbildung mit den Schwerpunkten Anatomie und Manuelle Medizin, und zusätzlich müssen sie spezifische Handgriffe zur Diagnose und Behandlung lernen. Man macht diese zur Basis einer genauen manuellen Untersuchung, aus der sich dann Diagnose und Therapie ergeben. Dabei wird der Organismus als Einheit begriffen, die man nicht in einzelne, voneinander unabhängige Teile zerlegen und behandeln kann. Neuere Forschungen über die Komplexität der Regelkreise in ökologischen Systemen oder lebende Organismen bestätigen diese Sichtweise.

 

Der Osteopath behandelt also keine Krankheiten, sondern Menschen, unter Anerkennung ihrer individuellen Einzigartigkeiten. Die Beseitigung von Symptomen, wie z.B. Schmerz oder anderen Problemen wird selbstverständlich angestrebt, ist im Grunde aber nicht das Ziel der Behandlung, sondern nur ein Ergebnis der Auflösung von Einschränkungen / osteopathischen Dysfunktionen jeder Art. Wird die Beweglichkeit der Gewebe wieder hergestellt, kann der Körper wieder sein Gleichgewicht finden.

 

Osteopathie